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Dienstag, 2. Juni 2015

Endlich ungesüßte Mandelmilch im Tetrapak

Endlich gibt es ungesüßte Mandelmilch auch im 0815-Alnatura zu kaufen.

Das ist eine Erleichterung für alle die entweder zu faul sind oder die Zeit oder das nötige Equipment nicht haben oder einfach noch kein Rezept für Mandelmilch (Mischungsverhältnis Mandeln zu Wasser), dass ihrem Geschmack entspricht, gefunden haben oder sich die Zeit nicht nehmen wollen oder können das richtige Mischungsverhältnis herauszufinden.... Und hier beißt sich der Fuchs in den Schwanz.
Die Alnatura ungesüßte Mandelmilch kommt im Zutatenverzeichnis erfrischend schlicht daher mit Wasser, Mandeln (7%), und Meersalz.
Ich habe damit schon erfolgreich Milchreis und Pfannkuchen hergestellt.
Ich bin ja immer großer Fan von Selbermachen und Wissen-was-drin-steckt, aber mit Baby im Arm fällt das selber machen oft schwer und dann muss "wissen was drin steckt" eben reichen und dazugekauft werden.

Warum nun Mandelmilch und nicht normale Milch?

Weil man laktoseintolerant ist! Weil man allergisch gegen Kuhmilchprotein ist! Weil Paleo-anhänger keine Kuhmilch wollen! Weil Veganer keine Kuhmilch wollen! Weil Low-Carber auf ihre Kohlenhydratmenge achten müssen! Weil es trendy ist! Weil es einfach schmeckt!
Was auch immer auf euch zutrifft...

Nährstoff-Check

Die Mandelmilch hat 42kcal auf 100ml wovon der Größteil vom Fett stammt, das hier bei der Mandelmilch 3,5g je 100ml sind.


Im Vergleich dazu mal eine 1,5%ige Bio-Kuhmilch aus dem Biomarkt:

Die Milch hat 48kcal auf 100ml - also so ziemlich wie die Mandelmilch, doch hier kommen nur 1,5g Fett auf 100ml und dazu 5g Kohlenhydrate auf 100ml. Die Mandelmilch hat nur 0,5g Kohlenhydrate in 100ml.
Somit ist die Mandelmilch nahezu identisch mit einer 1,5% Fetten Kuhmilch was die Kalorien angeht, aber wenn man sich die Makronährstoffe mal anschaut, kommt die Mandelmilch fetter dafür kohlenhydratärmer daher.


Nichts desto trotz ist Selbermachen Trumpf. Zum einen kommt man da sicher günstiger und zum anderen ist es hier wohl auch wie bei der Erdnussbutter und Ähnlichem. Die besten Nüsse werden nicht vermust oder zu Nussmilch gepresst, sondern kommen in den Stückverkauf. Bruchwaren, wenn nicht sogar Nüsse mit Mängeln wie Schimmel und Co. kann man zu Butter und Milch machen ohne das der Konsument das sieht. Zum Thema "Toxizität" und Schimmelpilzgifte in unserer Ernährung und Effekte auf Körper und Geist kann ich Dave Asprey mit seinem Bulletproof Konzept als Lektüre empfehlen.

Mein Rezept für selbstgemachte Nussmilch, die ich zum Kochen und Backen und sonst was nehme findet ihr hier.

Sonntag, 27. Juli 2014

Der Vegane Fleischfresser - eine neue Spezies

Mir ist eine unglaubliche Entdeckung gelungen. Eine neue Spezies, der Homo Vegano Carnivor.
Was ist das und was zeichnet ihn aus?
Dabei handelt es sich um eine Untergruppe des Homo Sapiens, die sich vor allem durch seine Ernährungsgewohnheiten bzw. Ernährungsverträglichkeiten von seinen Artverwandten abgrenzt.
Die empfohlene Ernährung für einen Homo Vegano Carnivor sieht den teilweise bis völligen Verzicht auf Kuhmilchprodukte und Hühner-Eiern vor. Darüberhinaus ist eine Low Carb Ernährung mit der völligen Abwesenheit von glutenhaltigen Produkten anzuwenden. Fleisch und Fisch hingegen werden durchaus vertragen und bevorzugt. 

Also was haben wir nun hier?
Der Homo Vegano Carnivor ist eine Tribrid zwischen einem Low Carber (Gluten-Frei), Veganer und Paleo-er.

Mit dem Low Carber hat er die glutenfreie Ernährung gemein, die sich aus dem völligen Verzicht auf Getreideprodukten ergibt. Sein hoher Fettkonsum, mit oder ohne ketogener Stoffwechsellage, sowie die Präferenz für Fleisch und Fisch stellt die Schnittmenge mit der Paleo-Ernährung dar. Der Verzicht auf Kuhmilchprodukte und Hühnereiern kommt klar aus der veganen Ernährungslehre. Der hohe Anteil an unverarbeiteten, natürlichen Obst- und Gemüseprodukten ergibt sich aus der Schnittmenge der veganen mi der Paleo-Ernährungslehre.
Der Homo Vegano Carnivor ernährt sich also vorrangig von Kohlenhydrat-armen Obst- und Gemüsesorten, Kokosöl und anderen hochwertigen Ölen, mit dem gelegentlichen Verzehr von qualitativ hochwertigen Fleisch- und Fischprodukten.

Man könnte auch sagen, der Homo Vegano Carnivor isst nichts vom Tier außer das Tier selbst - Nothing from the Animal, but the Animal.

Wie es zu der Entdeckung dieser seltenen Spezies kam:

Nun ja, ohne es zu wissen habe ich ein sehr prachtvolles Exemplar vor einigen Jahren geheiratet und ich koche jeden Tag für ihn - bisher nur low-carb, doch um eine artgerechte Ernährung zu bieten werde ich in Zukunft all meine Kreativität und Forschungsenergie aufbringen müssen um meinen Mann satt zu kriegen.
Hintergrund der ganzen Geschichte ist, dass mein Mann aufgrund einer latent-chronischen Entzündung, die irgendwo in seinem Körper von seinem Immunsystem ausgefochten wird, nicht nur dauerhaft trocken und schuppige Stellen an seinen Händen hat, sondern auch eine chronische Mandelentzündung sowie Ausbrüche von Fieberbläschen an den Fußsohlen.
Statt eine Cortisol-Creme nach der anderen aufzutragen und die Mandeln operativ zu entfernen, hat uns unsere Naturheilverfahren-praktizierende Ärztin zu einem IgG4 Test geraten. Das ist der Allergie-Test, der über Blutabnahme funktioniert und der nicht von der Kasse bezahlt wird. Die Mandel-OP und die ständige Cortisol-Creme wiederum würde bezahlt werden und käme, glaub ich, teurer als dieser Test. Ok, der Test und seine Aussagekraft stehen in der Kritik, aber zur Zeit ist es das Beste was wir haben um solche latenten, im Hintergrund ablaufenden Immunreaktionen auf Lebensmittel feststellen zu können bzw. eine Indikation zu geben. Am Ende muss man immer schauen, was man mit den Ergebnissen anfängt und ob einem eine Anpassung an die Empfehlungen dann auch wirklich Besserung verschaffen.
Das Ergebnis des IgG4 zeigte eine starke Immunreaktion auf Hühnerei sowie Kuhmilchprodukten und allen glutenhaltigen Getreidesorten auf.
Mein Mann war frustriert, doch mein Ehrgeiz war geweckt.

Der Aktionsplan:

Es ist nun aber nicht so einfach Rezepte und dergleichen für diese Art der Ernährung zu finden. In den meisten Veganen Kochbüchern wird zwar auf Eier und Milch verzichte, dafür wird Soja untergemischt woimmer möglich und Brot und Pasta gegessen - was bleibt ihnen sonst auch noch viel anderes übrig, das wenig Aufwand und schnelle Sättigung verspricht. Die Gluten-freie und low-carb Komponente kommt also häufig viel zu kurz.
Kochbücher und Foren zum Thema Paleo strotzen dafür vor Eiern und zum Teil auch Milchprodukten - Kuhmilch ja oder nein ist ja so ein Punkt der die Paleo-Anhänger in zwei Lager spaltet. Dafür ist die Paleo-Ernährung frei von Gluten und auch wesentlich Low-Carb freundlicher.
Low Carb High Fat selbst enthält ebenfalls viele Eier, hat kein Problem mit Kuhmilch und auch Gluten ist nicht zwangsläufig ein Problem. Gluten wird oft als Backzutat in Reinform verwendet.
Aber nach etwas Recherche hier und da bin ich auf folgende Bücher gestoßen:


In der Veganen Ecke: Attila Hildmann mit Vegan for Fit. In der Paleo-Ecke sein Kontrahent: Nico Richter mit Paleo Power For Life.
Attila Hildmann hat ja schon mehrere Bücher zum Thema Vegan verfasst und propagiert die Vegane Ernährung auch schon erfolgreich in diversen TV Shows. Sein Buch Vegan for Fit ist von seinen Büchern das am meisten auf Low-Carb ausgerichtete Buch und daher meiner Meinung nach die beste Wahl für unsere Zwecke.
Nico Richter hat bisher nur das eine Buch, ist dafür aber mit seinem Team im Internet auf seiner Website http://www.paleo360.de/ sehr aktiv und bietet dort neben vielen frei verfügbaren Rezepten auch verschiedene Coachings bezüglich Paleo-Ernährungsumstellung an.
Beide Bücher offerieren eine 30-Tage Challenge bzw. 30- Tage Umstellung an.
Wir sind noch unentschlossen ob wir die beiden 30-Tage programme einfach mixen, immerhin passt keiner von beiden Konzepten 100%-ig zu unseren Bedürfnissen, oder ob wir sie nacheinander ablaufen und schauen was für uns besser funktioniert.

Bei all dem Aufwand kommt es am Ende darauf an, ob sich was mit der vegan-carnivoren Ernährung wirklich eine Besserung für uns einstellt.

Wenn ihr Tipps und Tricks zu diesem Thema habt, lasst mir doch einen Kommentar oder Link da.


Dienstag, 5. November 2013

Keto-Rechner / Keto Calculator von Martin Ankerl

Ich bin ja nun auch schon seit ein paar Wochen auf Twitter vertreten und ich muss euch sagen, ich bin begeistert. Da gibt es so viele Informationen und so viele Gleichgesinnte. Und das tollste ist, so nah kommt man wohl kaum so Low-Carb-Größen wie Jimmy Moore, Autor von Livin' La Vida Low-Carb, Cholesterol Clarity, Robert Lustig, Professor an der UCSF und Autor von Fat Chance: The bitter truth about sugar oder Pure, white and deadly: How sugar is killing us and what we can do to stop it, oder Andreas Eenfeldt, der DietDoctor Schwedens und Autor von The Food Revolution, und vielen mehr.

In meinem heutigen Streifzug durch das Twitter-Netz habe ich einen interessanten, vielleicht auch witzigen, doch sicherlich hilfreichen Link zum Thema „Wie zum Teufel soll ich meine Nahrung zusammenstellen um in die Ketose zu kommen oder in der Ketose zu bleiben“ gefunden:
Den Keto-Rechner (oder Englisch, denn die Seite gibt es nur in englischer Sprache: Keto Calculator) von einem Gleichgesinnten nahmen Martin Ankerl.
http://keto-calculator.ankerl.com/
Keto Calculator von Martin Ankerl
Wer also der englischen Sprache hinreichend mächtig ist, der trägt zunächst seine Daten ein, wie Geschlecht, Größe und Gewicht um den Ruheumsatz (den Kalorienverbrauch, denn ihr hättet, wenn ihr den ganzen Tag bei um die 22°C im Bett liegen würdet ohne euch zu bewegen) zu errechnen. Dann tragt ihr euren Aktivitätslevel ein um noch den Leistungsumsatz an Kalorien dazuzurechnen und kommt so auf euren Gesamtumsatz an Kalorien pro Tag. Dabei stützt sich der Martin auf die gängigen Formeln die je nach Quelle und wissenschaftlichem Hintergrundwissen meist nur geringfügig unterscheiden. Ich selbst habe noch keine eigene Formel erfunden, bin aber eigentlich nicht so zufrieden mit den Werten, die immer so angesetzt werden, weil ich irgendwie nicht das Gefühl habe, dass das so 100% passt. Für mich sind es als Gesamtverbrauch immer irgendwas knapp über 2000kcal. Das soll heißen, wenn ich das pro Tag zu mir nehme, dann bleibt mein Gewicht stabil. Nee, sorry, wirklich nicht. Ich bin schon lange nicht mehr bei 2000kcal stabil. Sicherlich habe ich mit meinen ganzen Diätsünden, die ich im Laufe meines Lebens schon alle als Selbstversuch ausprobiert habe meinen Stoffwechsel etwas durcheinander gebracht, aber bei 2000kcal pro Tag würde bei mir das Gewicht aber abgehen.

Ich habe meine persönliche Stabilitäts-Energieaufnahme durch ausprobieren mittlerweile schon ganz gut rausbekommen.

Sehr witzig und aufschlussreich ist das Body Fat Percentage "Memory" oder auch bestimme deinen Körperfettanteil indem man sich Bilder von Männern oder Frauen aschaut, deren Körperfettanteil bekannt ist.
Beispiel: Body fat pictures von www.builtlean.com/
Einzige doch gesundheitlich sehr wichtige Schwachstelle liegt in dem nicht-sichtbaren Fettanteil oder den FISO's (Fat insight, slim outside), denn so ist der Körperfettanteil höher als man das äußerlich mit irgendwelchen Bildern abgleichen könnte.
Wer eine Körperfettanalysewaage besitzt mag dann vielleicht den bekannten Wert eintragen, auch wenn diese Waagen durchaus kritisiert werden können für ihre Messgenauigkeit. Stellt euch mal auf 3 verschiedene Körperfettanalysewaagen und vergleicht die Werte. Aber wer jetzt keinen extra Raum in seiner Wohnung frei hat um sich dort einen Kernspintomographen zur genauen Körperzusammensetzungsbestimmung reinzustellen - die Anschaffungskosten sind ja sicherlich kein Problem - der muss mit dem leben was er hat.
Der Keto Calculator erklärt netterweise ein paar Details zu Fett, Kohlenhydraten und Eiweißen in der ketogenen Ernährung und gibt einem Spannen an, von Werten die man von jedem so täglich mindestens oder maximal zu sich nehmen sollte um stabil ketonisch zu werden oder zu bleiben.

Fast zum Schluss stellt sich noch die Frage ob ihr abnehmen wollt mit der Ketose oder eher stabil bleiben wollt, denn davon hängt dann eure Tagesenergiezufuhr und eure Fettmenge ab.

Probiert es aus. Bei mir kam es ganz gut hin mit den Kohlenhydrat-, Protein- und Fettmengen.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Xucker !!!

Schaut was gerade mit der Brieftaube in meine Küche geflattert kam:
Meine Xucker-Lieferung
Xucker ist der Zucker der Low-Carb-Verfechter.
Die blaue Dose ist Xucker Feinkörnig und besteht aus Xylit und die rot-orange Dose ist Xucker Light und enthält Erythrit. Das hört sich jetzt chemisch an, doch das muss es nicht sein.
Xylit (auch genannt Xylitol, was das weiße Puder als Zuckeralkohol entlarvt) findet als Zuckeraustauschstoff Verwendung in kalorienreduzieten Produkten. Aber noch viel interessanter ist seine Verwendung in Zahnpflegekaugummis. Mancheinem sind schon mal die Xylit-Kaugummis in der Apotheke aufgefallen. Zuckeralkohole (wie Sorbitol, das ist in jedem zuckerfreien Kaugummi) können von Kariesbakterien nicht verwertet werden. Das ist die ganze Magie hinter den Standard-zuckerfreien-Kaugummis. Aber Xylit ist der einzige Zuckeralkohol der sogar antikariogen ist - soll heißen, die Bakterien sterben sogar noch ab.
Wo kommt Xylit her?
Xylit kommt in kleinen Mengen natürlich in Gemüsen (z.B. Blumenkohl) oder Früchten (z.B. Erdbeeren) vor, was aber nicht mal 1% der Trockenmasse ausmacht. Das Xylit, was man so als Pulver kaufen kann wird aus Rinde oder aus den Resten der Maiskolben hergestellt. Das klingt doch schon nicht mehr so chemisch, oder?
Vorteile von Xylit:
Der Vorteil von Xylit in der Low-Carb Ernährung ist, dass es einen ähnlichen Geschmack und die gleiche Süßkraft wie normalen Haushaltszucker besitzt. Xylit wird im Körper insulinunabhängig verstoffwechselt und beeinflusst den Insulin- und Blutzuckerwert nur gering.
Witziger Nebeneffekt: Schmilzt das Xylit im Mund entsteht ein Kühleffekt wie bei Eiskonfekt - da ist es aber das Kokosfett das schmilzt.
Vorsicht aber für den Hund. Hunde vertragen Xylit nicht und können sich damit vergift. Also nichts für den Low-Carb Hundekuchen.
 Erythrit (auch Sukrin genannt) ist ebenfalls ein Zuckeralkohol.
Wo kommt Erythrit her?
Es wird durch Verstoffwechslung von u.a. Glukose durch eine Pilzspezies gewonnen.
Vorteile von Erythrit:
Anders als die normal bekannten Zuckeralkohole wie Sorbitol und Isomalt wird Erythrit schon zum größten Teil im Dünndarm aufgenommen und so bleiben die Nebenwirkungen wie Blähungen bei übermäßigem Verzehr aus. Erythrit findet auch in der Low-Carb Küche verwendung, ist aber ca. 40% weniger süß als der uns bekannte Haushaltszucker.

Ich habe meine Xucker-Dosen bei www.xucker.de bestellt und empfinde es immer als liebenswerte Geste, wenn so kleine Probierpäckchen dabei sind, wie in diesem Fall.
So liegen meiner Bestellung noch eine Probe Xucker Plus - Mix aus Erythrit und Stevia - und Xucker Premium - finnischer Xylit, grobkörning, wohl aud Birkenholz - bei, sowie ein Xylitol-Cranberry-Kaugimmi (die kenne ich aber schon aus der Apotheke).
Kleine Probierpäckchen

Ich werde die beiden Pulver mal durchprobieren und gebe euch dann ein Feedback was sich wozu am besten eignet und wie das ganze so schmeckt und sich handhaben lässt.

Sollten ihr Fragen oder Anregungen haben, lasst mir doch einfach einen Kommentar da.
:-*

Buchempfehlung "Ketoküche für Einsteiger: Rezepte und Kraftshakes: Über 50 ketogene Rezepte zur Krebstherapie, Alzheimerprävention und Gewichtsreduktion"

Das ist schon mal ein langer Titel, aber keine Sorge, so langatmig ist das Buch nicht. Im Gegenteil. Das Buch "Ketoküche für Einsteiger [...]" von Dorothee Stuth und Ulrike Gonder ist für mich das erste Buch, dass einfach umsetzbare Low Carb (high fat) Rezepte anbietet.
Das Buch ist (noch) brandneu. Die erste Auflage des Buches erschien dieses Jahr im Juni im Systemed Verlag.
Mein Exemplar des Buches ist schon ziemlich abgegriffen ;-)

Ich sag es vorneweg, der für mich wohl größte Vorteil dieses Buches, man könnte es fast als USP (unique selling proposition = Alleinstellungsmerkmal) beschreiben, ist, dass die darin aufgeführten Rezepte mit weitesgehend normalen Zutaten hergestellt werden können.
Ich habe das Buch nun schon seit 3 Wochen und hab mich schon quer durch gekocht und gebacken. Das hatte ich bei einem Kochbuch so bisher noch nicht. Normal finde ich in einem Kochbuch meist nur 10% der Rezepte umsetzbar oder einfach genug, dass ich sie nach koche oder backe. Aber hier komm ich aus dem kochen und backen garnicht mehr raus (was man auch daran erkennt, dass mein Exemplar schon ziemlich abgegriffen ist).

Nun zum Inhalt:
Das Buch ist schön aufgegliedert in einen informativen Teil, der einem schon gut Einblicke in die ketogene Diät und den ketogenen Stoffwechsel gibt, und einen Rezeptteil.
Im Informationsteil (ich nenn das jetzt mal so) wird in einfacher und verständlicher Sprache erklärt, was ist eine ketogene Ernährung, was ist die Ketose, wieviel Kohlenhydrate darf man essen (<20-50g/Tag), was mach ich, wenn ich mal schwach werde und wie stelle ich meinen Körper um. Sehr informativ ist auch der Teil über die Vorteile, die eine ketogene Ernährungsumstellung und ein ketogener Stoffwechsel für den Körper hat. So kennt man die ketogene Ernährung eigentlich aus der Therapie bei Epilepsie oder bei Krebs (dazu kann man Unmengen an Informationen und wissenschaftlichen Artikeln auf einschlägigen Wissenschaftsseiten finden). Neueren Datums sind die Untersuchungen zum Thema Alzheimer (hier "Ketone gegen das Vergessen" genannt). Wobei die Liste der potentiel positiv beeinflussten Krankheiten und Symptome um einiges länger ist. Nach etwas Online-Recherche auf Wissenschaftswebsiten findet man schnell heraus, dass Studien nicht nur zu Krebsprävention, Krebstherapie, Anfallsreduktion bei Epilipsie, und Alzheimer existieren, sondern darüber hinaus auch noch Studien zu POC (Poly-Cylclisches-Ovarien-Syndrom), Migräne, Diabetes usw. durchgeführt wurden oder werden. Dabei handelt es sich um all diese Krankheiten, die mit dem modernen westlichen Menschen assoziiert werden.
Die Anwendung dieser super-low-carb Ernährung zum Abnehmen kennt man ja schon von der Atkins-Diät, die ja von den Standard-Ernährungsberatern verteufelt wird. Doch in diesem Buch wird gut erklärt, wie "natürlich" diese Form des Stoffwechsels für den Körper ist.

Der Rezeptteil hat mich dann vollends überzeugt. Es gibt Rezepte für das Frühstück, für das Hauptgericht (Mittagessen und / oder Abendessen), Snacks, Süße Sachen und Shakes.
Alles, bis auf die Shakes, hab ich schon ausprobiert. Ich bin kein Mensch für Flüssignahrung. Neueste Studien haben auch einen Zusammenhang zwischen dem Gefühl der Sättigung und der Kauanstrengung ergeben. Also für mich muss es was zu Beißen geben.
Das tolle an den Rezepten ist, dass man fast alle Rezepte aus diesem Buch mit Zutaten aus dem Supermarkt nebenan kochen und backen kann. Bei den Speisen die normal aus Mehl hergestellt werden, werden nun gemahlene Mandeln eure Hauptzutat. Was super ist. Mandeln sind um einiges nährreicher als das standard Typ 405 Weizenmehl.

Je 100g
kJ/ kcal
Eiweiß
Kohlenhydrate
Fett
Ballaststoffe
Weizenmehl
Typ 405*
1403 / 297
10,6g
71g
1g
4g
Gemahlene Mandeln (G+G Edeka)
2504 / 607
18,7g
3,7g
54,1g
15,2g

 * aus "Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle 2012/13" von Ibrahim Elmadfa, Waltraute Aign, Erich Muskat, Doris Fritzsche

Normale gemahlene Mandeln aus dem Supermarkt
Jetzt könnte man erstmal einen Schreck bekommen, weil man sieht, dass gemahlene Mandeln mal eben doppelt soviele Kalorien haben wie Mehl. Das kann ich nachvollziehen. Wenn man immer nur hört, man müsse Kalorien zählen um schlank zu bleiben oder es zu werden, dann erschreckt einen sowas erstmal. Doch lass sie doch reden. Ich habe am eigenen Körper die Erfahrung gemacht, dass die Qualität der Kalorien (also wo kommen sie her, aus Kohlenhydraten, Proteinen oder Fetten) eine wichtige Rolle spielt. Kohlenhydrate, Proteine und Fette werden alle unterschiedlich verstoffwechselt und dabei werden unterschiedliche Stoffwechselwege angesprochen und dabei muss auch vom Körper unterschiedlich viel Energie aufgewendet werden um diese Makronährstoffe nutzbar zu machen. Kohlenhydratkalorien werden zu um die 100% umgesetzt. Bei Fetten und Proteinen sieht das schon anders aus.
Worauf ihr nach dem Buch "Ketoküche für Einsteiger [...]" wirklich euren Blick wenden werdet ist der Kohlenhydratgehalt und der Fettgehalt und da seht ihr, dass 100g Weizenmehl Typ 405 ganze 71g Kohlenhydrate und nur 1g Fett enthalten. Gemahlene Mandeln hingegen enthalten nur 3,7g Kohlenhydrate pro 100g und ganze 54,1g Fett. Das hält einen in der Ketose und macht auch noch gut satt.

Gemüse ist erlaubt, aber man muss abwiegen um nicht die Kontrolle über die Kohlenhydrate zu verlieren, und durch die vielen gemahlenen Mandeln und normalen hochwertigen Zutaten fehlt es auch nicht so schnell an Vitaminen und Mineralstoffen.
Die einzigen "Spezialzutaten" die ich mir aufgrund des Buches gekauft habe sind ein neutrales Proteinpulver und ein Proteinpulver mit Vanillegeschmack von "Das Gesunde Plus" aus dm.

Eiweißpulver von dm
Da kann man natürlich auch die Proteinpulver anderer Marken nehmen, doch das sind die Pulverchen, die auch in den Rezepten des Buches verwendet wurden, wie man der sehr übersichtlichen Liste der Zutaten am Ende des Buches entnehmen kann.

Ich selbst habe das Buch als Anreiz genommen diese Ernährungsform auch auzuprobieren und betreibe die ketogene / low-carb Ernährung nun schon seit fast 6 Wochen (mit Unterbrechungen an Wochenenden an denen man mal zu Hochzeiten oder Geburtstagen eingeladen war). Ich muss sagen es geht mir gut. Ich esse genußvoll (Fett ist ja als Geschmacksträger gut bekannt :-)) und mehr als ich mit einer Kalorienzähler-Ernährung gegessen habe. Ich habe auch noch 2 Kilo abgenommen in der Zeit (soviel gibt es bei mir ja nicht mehr zu holen an Gewichtsabnahme) und hab Energie aber dafür kaum Hunger. Dieses stechende, zum Wahnsinn-treibende Hungergefühl, das mich oft während des Vormittags am Schreibtisch gepackt hat, ist weg.
Es ist aber auch zu sagen, dass die Low-Carb Ernährung wie sie in der ketogenen Diät betrieben wird nicht bedenkenlos für jeden anzuwenden ist. Menschen mit bekannten Nieren- oder Leberschwächen sollten diese Ernährungsform nicht ohne ärztliche Erlaubnis und Begleitung durchführen. So wird im Buch auch genannt, wer mit Sicherheit keine ketogene Ernährung durchführen sollte. Zur Vollständigkeit möchte ich dies hier auch noch aufführen. 
"Es gibt seltene Hormon- und Stoffwechselstörungen, bei denen der Körper entweder keine Ketone bilden oder sie nicht verwerten kann. 
Dazu gehören:
  • diverse Enzymdefekte in der Bereitstellung von Fettsäure (z.B. Carnitin-Transportdefekt)
  • diverse Enzymdefekte in den Zellkraftwerken (Mitochondrien) [...]
  • diverse Enzymdefekte bei der Zuckerneubildung in der Leber [...]
  • bestimmte Störungen der Bauchspeicheldrüse [...]"
 Zudem sollte man darauf achten, dass man genug trinkt: 2-3l. Da das Risiko von Nierensteinen steigt wenn man nicht ausreichend trinkt während der Ketose.
Das hört sich jetzt erstmal wieder erschreckend an, aber das gehört zur vollständigen Aufklärung dazu. Eine solche Aufklärung wird zu der von Dr. Worms in seinem Buch "Menschenstopfleber" als "Kohlenhydratmast" bezeichneten Standardernährung nicht gegeben oder hat euch schon mal der Bäcker aufgeklärt, dass das Risiko für Fettleber, Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck, etc. besteht, wenn man sich kohlenhydratbeton ernährt, besonders bei einfachen Kohlenhydraten? Nein, na also. Ihr würdet euch das Schokostückchen oder das Weißbrot sicher auch nochmal überlegen, wenn ihr eine solche Warnung mitgeliefert bekämt.
Ich mache die super-low-carb Ernährung jetzt schon fast 6 Wochen. Mein Mann macht so gut er kann mit und es gibt eine ganze Parallel-Gesellschaft dich sich low-carb und super-low-carb schon über mehere Jahre ernährt. Werft dazu doch einfach mal einen Blick in meine Rubrik "Food for Thought". Wer das Buch gerne selbst sein Eigen nennen will, der findet es bequem und einfach über den Link auf meiner Seite "Buchempfehlungen" auf der rechten Seite.
Ich selbst werde euch hin und wieder mal Fotos und Berichte zu den darin enthaltenen Rezepten posten. Und ich habe mir auch schon das Nachfolgerezeptbuch vorbestellt.

Rezepte aus dem Buch in meinem Blog:
Lasst mir doch einfach einen Kommentar da, falls ihr Fragen oder Anregungen habt.
:-*

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Dornröschenschlaf oder Reinkarnation

Über 2 Jahre ist es nun her, dass ich mich zu meinem Thema geäußert habe. War es die Einberufung zum Nahkampf an der Zuckerfront oder die Kampfausbildung zum Ernährungsberater?


Ihr seht, ich bin am Thema geblieben, war wohl nur mehr mit Experimentieren und Analysieren beschäftigt als mit Niederschreiben und Teilen meiner Erfahrungen.

Das soll sich jetzt ändern. Ich habe Tonnen an Material. Vom LOGI über Dukan zu Ketariern – auf all das könnt ihr euch freuen.

Der Schlachtplan steht – jetzt geht es an die Ausführung.

Montag, 11. Juli 2011

Die Entdeckung des Omletts - following Sugar Busters! Lifestyle

Eiweiß, Eiweiß, Eiweiß

Nun ein wenig Theroie:
Die Literatur lehrt uns, dass Insulin das Hormon ist, gebildet in der Bauchspeicheldrüse, welches aktiv Hilft die Glukose (bzw. den Bultzucker), aufgenommen durch die Nahrung, in jede Körperzelle zu "drücken", indem es mit speziellen Rezeptoren in jeder Zelle in Verbindung tritt und so der Zelle  "befiehlt" entsprechend Glucose (Traubenzucker) aufzunehmen. Die Zelle braucht die Glucose als Brennstoff für seine Aufgaben.
So wird der Blutzuckerspiegel durch Insulin aktiv gesenkt. 
Die Ausschüttung von Insulin ins Blut wird durch Ansteigen des Blutzuckerspiegels - vor allem nach kohlenhydratreichen Speisen - stimuliert. Je stärker der Blutzuckerspiegelanstieg, je stärker auch die Insulinreaktion (je mehr Insulin wird ausgeschüttet in kürzester Zeit).
Nun sind die Zellen des Körpers nicht komplett Willenlos und schlucken einfach solange Glucose wie es das Insulin befiehlt. Nein. Haben sie genug Glucose aufgenommen, machen sie dicht. Weitere Einspeisung von Glucose in die Zelle kann nur durch noch mehr Insulin erzwungen werden. Sind aber alle Zellen störrisch und es kan kein Zucker mehr in die Zellen gebracht werden, geht das Insulin zum Hüftgold - oder wo man es sonst so hat - und veranlasst dort die Lagerung des überschüssigen Zuckers im Blut als Fett in den Fettzellen.
--- Da kommt also der Rettungsring her ---
Das Insulin verbleibt für mehrere Stunden im Blutkreislauf und solange wie das der Fall ist, gibt es nur eine Richtung: Rein in die Fettzellen. Erst wenn das Insulin im Blut abgebaut ist (ich muss mich mal belesen, wie das genau geschieht und wie man es dann vielleicht beeinflussen bzw. beschleunigen kann. Ich glaub beim Sport passiert da ein wenig), können die Fettzellen wieder offen stehen um als Energiespeicher Energie bereit zu stellen.
Der Fettabbau wird geregelt durch ein anderes Hormon namens Glucagon. Das ist dein Freund im Kampf gegen die Pfunde und auf dem Weg zur schlanken Linie. Glucagon hat im Körper die Aufgabe das Abfallen des Blutzuckerspiegels auf ein kritisches Niveau zu verhindern (ein anderes Mal mehr zu normalem Blutzuckerspiegel und Co.). Dabei nimmt es sich den in Form von Fett zuvor in den Fettzellen eingelagerte Zucker (es öffnet quasi die Fettzellen) und Hilft dieses dann für den Körper und seine Funktionen verfügbar zu machen.
Die Ausschüttung von Glucagon wird vor allem stimuliert durch Sport und durch die Aufnahme von überwiegend eiweiß-/proteinreichen Speisen. Zudem wissenswert, nach dem Verzehr von überwiegend / ausschließlich proteinreichen Speisen kommt es zu keinem signifikanten Anstieg des Blutzuckerspiegels. Somit wird die Insulinausschüttung stimuliert. So sind wir satt und können aber auch gleich Fettverbrennen. Hierzu vielleicht noch wissenswert: zu viel aufgenommene Kohlenhydrate werden in den Fettzellen gespeichert, wohingegen zu viel aufgenommenes Eiweiß ausgeschieden wird - also keine Umwandlung in Fettdepots.
Nun sollte man aber nicht tonnenweise Proteine in sich reinschaufeln - ausgewogen sollte die Ernährung schon sein, sonst kann es zu gesundheitlichen Schädigungen  kommen.

Vielleicht die Hauptlernpunkte nochmals knapp zusammengefasst:
  1. Insulin wird nach dem Verzehr kohlenhydratreicher Speisen ausgeschüttet (mal mehr mal weniger, je nach Art und Menge der Kohlenhydrate)
  2. Insulin macht die Fettzellen fett und verhindert, dass Fett abgebaut werden kann
  3. Erst das Nutellabrot und danach aus quasie Wiedergutmachung eine Stunde Joggen funktioniert nicht.
  4. Glucagon mach die Fettzelllen schlank, indem es die Fettzellen öffnet (wenn Insulin nicht mehr da ist)
  5. Glucagon wird besonders nach dem Verzehr von proteinreichen Speisen ausgeschüttet
Fazit: 
Wer Fettpolster los werden oder den Anbau derselben verhindern will sollte zu viel Insulin im Blut vermeiden - also auf zu viele und zu leicht  verdauliche kohlenhydratreiche Mahlzeiten verzichten - und die Ausschüttung von Glucagon fördern - durch Sport und / oder proteinreiche Mahlzeiten.

Somit stellte ich den heutigen Tag unter das Eiweißmotto bzw. reduzierter Kohlenhydrataufnahme (nach glykämischem Index). Was mir teilweise gelungen ist (etwas Schoki hab ich dann heute schon noch genascht - das wird das Tagesziel eines anderen Tages).
So gab es zum Frühstück einen griechischen Joghurt; der hat mehr Protein als normaler Naturjoghurt - und auch mehr Fett. Doch Fett ist nicht mehr der Feind  - meint gesunde Fette. Also nicht das Frittierfett trinken.
Hier vielleicht mal ein Stein des Gedankenanstoßes:
Seit den 70er des vergangenen Jahrhunderts gibt es die Kampagne gegen Fett. So wurde ein riesen Markt an Light Produkten geschaffen (auch eine tolle Spielwiese für die Lebensmitteltechnologie).
Doch sind die Menschen nun dünner als vorher? Eher nicht. Die Fettleibigkeit hat sich in den meisten westlichen Ländern verdoppelt. Doch wo kommt das ganze Fett her, wenn doch alle Low-fat Produkte schaufeln.
Jetzt die Neuigkeit: Das meiste Fett in unseren Fettzellen kommt nicht vom verzehrtem Fett aus Speisen, sondern vom Zucker, der umgewandelt zu Fett auf unseren Hüften lauert.
Der Verzehr an Zucker hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Hierbei anzumerken, die meisten low-fat Produkte werden mit Kohlenhydraten gestreckt um dann das gleiche Geschmacks- bzw. Verzehrserlebnis zu erzeugen wie bei full-fat Produkten (das weiß ich als Lebensmitteltechnologe, weil wir das bei uns - zur Zeit - auch noch nicht anders machen).

Zurück zu meinem griechischen Joghurt. Ich finde den toll. Der hat so einen cremigen Nachgeschmack - so ein wenig wie Sahne - daher auch Joghurt griechischer Art aus Sahnejoghurt. Tolle Sache.
Dann war ich einkaufen. Ich hab für knapp 30€ nur Lebensmittel in meine Tüte gepackt, die laut Glyx keinen bis maximal einen moderaten Blutzuckeranstieg verursachen und somit auch nur eine geringe bis moderate Insulinausschüttung stimulieren.
So hab ich mir vor allem Eier, Käse, Joghurt, Wurst und Gemüse gekauft. Auch eine Auswahl an Obstsorten war mit dabei.
Dann hab ich mir zum Mittag mein erstes Omlett seit menschengedenken zubereitet. Normal find ich es voll abartig, wenn  man Milch oder Mineralwasser in seine Eier schüttet um dann eine komische fluffige halbgare Masse zu erzeugen. Pfui-bäh.
Doch inspiriert von ein paar Rezepten aus LOGI (LOw Glycemic and Insulinemic Diet) Kochbüchern, hab ich mich mal rangetraut.
Also 2 Eier mit einem Esslöffel fettarme Milch (hier ist mal ein fettarmes Produkt ohne viel Technologie - aber da schmeckt man den Unterschied dann auch stark - aber ich mag die fettarme Variante sowieso lieber) und dann schön würzen. Und in die Pfanne, in der dann schon Bacon angeschwitzt wartete. Ja Bacon - das fetthaltige Schweinefleisch (hier natürlich auch nicht in rauen Massen). Das Omlett wurde bei mir auch ganz gar - also nicht dieser halbgare wabbel Zustand - gebraten und mit etwas Käse dekoriert.
Überraschung Überraschung. Es schmeckte. Das Omlett war knusprig - da gar - und richtig lecker. Könnt mir glatt noch eins machen.
Also Omlett wird jetzt öfter auf meiner Speisekarte stehen - wer braucht schon Proteinshakes, wenn man Eier hat.
Kurz notiert: Eier sind wohl für den Menschen eine besonders gute Proteinquelle, da wohl besonders gut verwehrtbar. Jeden Cholesterinängsten zum trotz (dazu kann ich ja auch mal später ein paar Zeilen posten).

Der weitere Tag war dann geprägt von etwas Obst, Salat und der schon angekündigten Schoki.
Zu Sport konnte ich mich heute an dem heißen Sommertag nicht durchringen, der auch mein letzter Urlaubstag für eine ganze Weile sein wird.

Das Experiment geht weiter.



Kurz ein Wort zu meinen Quellen - weder denk ich mir das ganze Zeug aus, noch habe ich drei Doktorarbeiten geschrieben in Medizin oder Ökotrophologie:

  • diverse Schlank-Im-Schlaf Bücher (ich hab sie alle)
  • Beat Sugar Addiction Now
  • Zuckersüchtig
  • Sugar Busters! (mein neuestes Baby, und sehr zu empfehlen)
  • diverse Glyx-Bücher
  • ernährungswissenschaftliche Grundausbildung im Zuge des Diplom Ingenieurs in Lebensmitteltechnologie