Dienstag, 15. Oktober 2013

Cake Pops - Low Carb

Cake Pops / Pop Cakes sind kleine Kuchenbällchen am Stiel. Das sind sozusagen die kleinen Brüder und Schwestern der Cupcakes.
Es gibt sie in hunderten von Geschmacksrichtungen und Farben und Designs. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich möchte hier kurz ein Rezept vorstellen, das ich selbst auf Low Carb modifiziert habe. Ich habe schon drei verschiedene Arten ausprobiert Cake Pops zu machen und alle haben ihre Vor- und Nachteile. Heute und hier nutzen wir eine Cake Pop Form (kann man online oder im gut sortierten Küchenfachgeschäft kaufen).

Cake Pop Silikonform (geschlossen)

Meine Silikonbackform (geöffnet)

Zum Rezept - Zutaten für den Teig:
  • 70g gemahlene, blanchierte Mandeln (das sind die hellen, ohne Schale)
  • 60g Butter
  • 10g Johannisbrotkernmehl 
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver
  • 2 Eier
  • 7g Süßstoff (flüssig)
Je nach Geschmack und Kreativität kommen noch hinzu:
  • Vanille oder einige Tropfen diverser Backaromen - ich mache gern Schoko-Cake-Pops und dafür brauchte ich noch 10g Backkakao und etwas gemahlene Vanille
  • Dunkle Schokolade / Kuvertüre zum überziehen - hier hab ich die 86% Côte d'Or und die 85% Lindt Excellence genommen.
Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil
  • Mandeln (blanchiet gehobelt) oder gehackte Haselnüsse zum Dekorieren. 
Die Zutaten für den Teig werden gut vermischt und dann unter Zuhilfenahme eines Teelöffels in die Form verteilt. Mit der Menge Teig bekomm ich 18 Cake Pop-Mulden gut gefüllt. Wenn man zu wenig Teig in die Mulde füllt, dann reicht der Teig nicht um den vollen Ball zu formen wenn der Kuchen backt. Dann gibt es nur so Todesstern-ähnliche Halbkugeln.
Nach 15 min im vorgeheizten Ofen bei 175°C (Umluft) in der Form sind die Bälle fertig und man kann die ganze Form aus dem Ofen nehmen. Das Ganze gut abkühlen lassen und am besten nochmal in den Kühlschrank bevor man die Kügelchen mit der geschmolzene Zartbitterschokolade überzieht.
Um die Lolli-Sticks mit den Bällchen zu verkleben, werden diese noch vor dem Überziehen der Bällchen in die Schokolade getunkt und dann in die Bällchen gestochen. Wenn das getrocknet ist, kann man den Lolli-Stick gut nutzen um die Bällchen damit in die Schokolade zu tunken.

Dann noch schnell das Streuwerk seiner Wahl drüber streuen und zum Trocknen die Cake Pops stehend an einen kühlen Ort stellen.
Meine Form hat noch den Vorteil, dass man die Back-Atem-Löcher gut zum Aufstellen der Sticks während des Trocknens nehmen kann. 

Cake Pops zum Trocknen aufgestellt
Sonst eignet sich auch jede Art von Styroporverpackung.

Cake Pops sind fertig - Lecker
Ein Cake-Pop hat, je nachdem wie dick die Schokolade drauf kommt und was man an Streuwerk aussucht, so um die 76kcal. Davon sind 2g Eiweiß, 1g Kohlenhydrate und 7g Fett.

Pfannkuchen - Low Carb / Ketogen

Heute gibt es eines meiner derzeitigen Lieblingsrezepte: Die Ketogenen Süßen Pfannkuchen aus dem Buch "Ketoküche für Einsteiger: Rezepte und Kraftshakes: Über 50 ketogene Rezepte zur Krebstherapie, Alzheimerprävention und Gewichtsreduktion" von Ulrike Gonder , Andra Knauer erschienen im Juni 2013 im Systemed Verlag. Ich finde das Buch einfach super. Aber dazu wird separat geschrieben.

Ihr braucht für die super leckeren Pfannkuchen:
  • 100g Sojamilch (ungesüßt) - ich habe die Alpro Soya Natur genommen
  • 3 Eier
  • 6g flüssigen Süßstoff
  • 40g gemahlene Mandeln (die mit Schale, nicht die blanchierten ohne Schale)
  • 100g Mascarpone (gibt es günstig als Eigenmarke im Supermarkt eures Vertrauens)
  • eine Prise Salz
  • etwas Fett für die Pfanne (ich nehme kaltgepresstes Kokosfett, soll ja sehr gesund sein und passt geschmacklich auch gut zu den Pfannkuchen, wenn man denn soviel nimmt, dass man das dann auch bei den fertigen Pfannkuchen schmeckt)

Die Zutaten, die ich benutzt habe, auf einen Blick
Die Zutaten alle zusammen gut vermischen. Ich empfehle die Zutaten in ein hohes schmales Gefäß zu geben (für die Mengen braucht es keine riesen Backschüssel) und dann mit einem Rührgerät auf High-Speed zu mixen. Sonst kann es sein, dass die Mascarpone sich nicht gut klein kriegen lässt.

Dann die Pfanne gut vorheißen und mit etwas Kokosfett einschmieren und nichts wie rein mit dem gut gemischten Teig.

Frischer Teig in der Pfanne

Und einmal wenden...

Nach dem Wenden ist der Pfannkuchen fast fertig
Bei mir ergibt der Teig immer 6 Pfannkuchen.
Die Pfannkuchen lassen sich für ein paar Tage gut im Kühlschrank aufheben.

Je nachdem wieviel Fett man zum Ausbraten der Pfannkuchen braucht haben die Pfannkuchen (alle zusammen) so 920kcal bis hin zu 1300kcal (wenn man die laut Rezept angegebenen 50g Fett zum Ausbraten braucht).
Bei mir sind es eher die 920kcal. Das macht pro Pfannkuchen 154kcal, davon sind 6g Eiweiß, 1g Kohlenhydrate und 14g Fett.

Viel Spaß beim nach machen und noch viel mehr beim Essen.
Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, lasst mir doch einen Komentar da.
:-*

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Dornröschenschlaf oder Reinkarnation

Über 2 Jahre ist es nun her, dass ich mich zu meinem Thema geäußert habe. War es die Einberufung zum Nahkampf an der Zuckerfront oder die Kampfausbildung zum Ernährungsberater?


Ihr seht, ich bin am Thema geblieben, war wohl nur mehr mit Experimentieren und Analysieren beschäftigt als mit Niederschreiben und Teilen meiner Erfahrungen.

Das soll sich jetzt ändern. Ich habe Tonnen an Material. Vom LOGI über Dukan zu Ketariern – auf all das könnt ihr euch freuen.

Der Schlachtplan steht – jetzt geht es an die Ausführung.

Dienstag, 19. Juli 2011

Das LOGI-Brot

Unglaublich aber wahr: ein Low-Carb BROT aus meinem Ofen.
Also ein Brot ohne Brot.

Es gibt nun in speziellen Shops Low-Carb Brote, entweder als Backmischung oder bereits gebacken und dann papp-trocken.
Diese Produkte würden nicht existieren ohne die fleißigen Hände und kreativen Köpfe einiger Lebensmitteltechnologen und -chemiker, die in Ihren Laboren und an ihren Schreibtischen hochdesignte Zutaten zusammenbrauen, um dann einem echten Brot so nahe wie wöglich zu kommen.

Das LOGI-Brot hingegen wird gezaubert zu Hause mit Zutaten die man in gut sortierten Lebensmittelgeschäften bekommt.
Die Grundlage wird gegeben durch Quark, Eier und gemahlende Mandeln. Ansonsten kann man noch hinzu mischen, was immer das Nussliebhaberherz begehrt.
So kommt man am Ende auf eine klar positive Bilanz auf Seiten der Proteine.
Die Kohlenhydratmenge ist knapp 2/3 geringer als bei standard Vollkornbroten.

Und das Wichtigste, der Geschmack, hat auch bestanden. Und das nicht nur für Öko-Körnerpicker. Nein, mein Freund hat von dem Brot, frisch aus dem Ofen auch gleich mal 3 Scheiben verdrückt.


So bin ich inspiriert und kann es schon kaum erwarten weiterzubacken, was das LOGI-Kochbuch so hergibt.

Samstag, 16. Juli 2011

Wie übersteht man einen Betriebsausflug?

Aus meiner dieswöchigen Erfahrung kann ich nur sagen: Wohl garnicht.

Die Verlockungen sind einfach zu groß. Je nachdem ob man nun ein gemeinsames Mittagessen  oder Abendessen von der Firma aufgezwungen bzw. angeboten bekommt, bei dieser Mahlzeit kann man nur verlieren.
Meine Strategie für den Betriebsausflug vergangene Woche - bei dem es übrigens um ein gemeinsames Mittagessen und dann noch eine Kuchenpause am Nachmittag ging:
Zuerst schön mit Blattsalat vollstopfen. Die Zeit, die man dabei benötigt reicht gerade aus, dass der Andrang am Stand mit den guten Sachen (Grillstand) etwas zurück gegangen ist. Dann geschickt an der Ofenkartoffel vorbei manövrieren - was nicht so leicht ist, weil da dann doch noch eine beachtliche Schlange steht (die holen wohl schon zum zweiten Mal) und man so gezwungenermaßen ziemlich lange warten muss - und dann schön viel Fleisch (weniger Würstchen) aufmachen lassen. Dann noch eine Gemüsebeilage, und wenn einem die dann noch nicht einmal schmeckt, hat man auch beim Hauptgang alles richtig gemacht. So kann man sich es ruhig mal selbst verzeihen, wenn man sich dann den Rufen des Desserts hingibt. (Und noch ein Stück Kuchen bei der Kaffeepause)
Gute Nachricht für's eigene Gewissen, Frühstück und Abendessen unterlagen denn Tag ja meiner Kontrolle.

Montag, 11. Juli 2011

Die Entdeckung des Omletts - following Sugar Busters! Lifestyle

Eiweiß, Eiweiß, Eiweiß

Nun ein wenig Theroie:
Die Literatur lehrt uns, dass Insulin das Hormon ist, gebildet in der Bauchspeicheldrüse, welches aktiv Hilft die Glukose (bzw. den Bultzucker), aufgenommen durch die Nahrung, in jede Körperzelle zu "drücken", indem es mit speziellen Rezeptoren in jeder Zelle in Verbindung tritt und so der Zelle  "befiehlt" entsprechend Glucose (Traubenzucker) aufzunehmen. Die Zelle braucht die Glucose als Brennstoff für seine Aufgaben.
So wird der Blutzuckerspiegel durch Insulin aktiv gesenkt. 
Die Ausschüttung von Insulin ins Blut wird durch Ansteigen des Blutzuckerspiegels - vor allem nach kohlenhydratreichen Speisen - stimuliert. Je stärker der Blutzuckerspiegelanstieg, je stärker auch die Insulinreaktion (je mehr Insulin wird ausgeschüttet in kürzester Zeit).
Nun sind die Zellen des Körpers nicht komplett Willenlos und schlucken einfach solange Glucose wie es das Insulin befiehlt. Nein. Haben sie genug Glucose aufgenommen, machen sie dicht. Weitere Einspeisung von Glucose in die Zelle kann nur durch noch mehr Insulin erzwungen werden. Sind aber alle Zellen störrisch und es kan kein Zucker mehr in die Zellen gebracht werden, geht das Insulin zum Hüftgold - oder wo man es sonst so hat - und veranlasst dort die Lagerung des überschüssigen Zuckers im Blut als Fett in den Fettzellen.
--- Da kommt also der Rettungsring her ---
Das Insulin verbleibt für mehrere Stunden im Blutkreislauf und solange wie das der Fall ist, gibt es nur eine Richtung: Rein in die Fettzellen. Erst wenn das Insulin im Blut abgebaut ist (ich muss mich mal belesen, wie das genau geschieht und wie man es dann vielleicht beeinflussen bzw. beschleunigen kann. Ich glaub beim Sport passiert da ein wenig), können die Fettzellen wieder offen stehen um als Energiespeicher Energie bereit zu stellen.
Der Fettabbau wird geregelt durch ein anderes Hormon namens Glucagon. Das ist dein Freund im Kampf gegen die Pfunde und auf dem Weg zur schlanken Linie. Glucagon hat im Körper die Aufgabe das Abfallen des Blutzuckerspiegels auf ein kritisches Niveau zu verhindern (ein anderes Mal mehr zu normalem Blutzuckerspiegel und Co.). Dabei nimmt es sich den in Form von Fett zuvor in den Fettzellen eingelagerte Zucker (es öffnet quasi die Fettzellen) und Hilft dieses dann für den Körper und seine Funktionen verfügbar zu machen.
Die Ausschüttung von Glucagon wird vor allem stimuliert durch Sport und durch die Aufnahme von überwiegend eiweiß-/proteinreichen Speisen. Zudem wissenswert, nach dem Verzehr von überwiegend / ausschließlich proteinreichen Speisen kommt es zu keinem signifikanten Anstieg des Blutzuckerspiegels. Somit wird die Insulinausschüttung stimuliert. So sind wir satt und können aber auch gleich Fettverbrennen. Hierzu vielleicht noch wissenswert: zu viel aufgenommene Kohlenhydrate werden in den Fettzellen gespeichert, wohingegen zu viel aufgenommenes Eiweiß ausgeschieden wird - also keine Umwandlung in Fettdepots.
Nun sollte man aber nicht tonnenweise Proteine in sich reinschaufeln - ausgewogen sollte die Ernährung schon sein, sonst kann es zu gesundheitlichen Schädigungen  kommen.

Vielleicht die Hauptlernpunkte nochmals knapp zusammengefasst:
  1. Insulin wird nach dem Verzehr kohlenhydratreicher Speisen ausgeschüttet (mal mehr mal weniger, je nach Art und Menge der Kohlenhydrate)
  2. Insulin macht die Fettzellen fett und verhindert, dass Fett abgebaut werden kann
  3. Erst das Nutellabrot und danach aus quasie Wiedergutmachung eine Stunde Joggen funktioniert nicht.
  4. Glucagon mach die Fettzelllen schlank, indem es die Fettzellen öffnet (wenn Insulin nicht mehr da ist)
  5. Glucagon wird besonders nach dem Verzehr von proteinreichen Speisen ausgeschüttet
Fazit: 
Wer Fettpolster los werden oder den Anbau derselben verhindern will sollte zu viel Insulin im Blut vermeiden - also auf zu viele und zu leicht  verdauliche kohlenhydratreiche Mahlzeiten verzichten - und die Ausschüttung von Glucagon fördern - durch Sport und / oder proteinreiche Mahlzeiten.

Somit stellte ich den heutigen Tag unter das Eiweißmotto bzw. reduzierter Kohlenhydrataufnahme (nach glykämischem Index). Was mir teilweise gelungen ist (etwas Schoki hab ich dann heute schon noch genascht - das wird das Tagesziel eines anderen Tages).
So gab es zum Frühstück einen griechischen Joghurt; der hat mehr Protein als normaler Naturjoghurt - und auch mehr Fett. Doch Fett ist nicht mehr der Feind  - meint gesunde Fette. Also nicht das Frittierfett trinken.
Hier vielleicht mal ein Stein des Gedankenanstoßes:
Seit den 70er des vergangenen Jahrhunderts gibt es die Kampagne gegen Fett. So wurde ein riesen Markt an Light Produkten geschaffen (auch eine tolle Spielwiese für die Lebensmitteltechnologie).
Doch sind die Menschen nun dünner als vorher? Eher nicht. Die Fettleibigkeit hat sich in den meisten westlichen Ländern verdoppelt. Doch wo kommt das ganze Fett her, wenn doch alle Low-fat Produkte schaufeln.
Jetzt die Neuigkeit: Das meiste Fett in unseren Fettzellen kommt nicht vom verzehrtem Fett aus Speisen, sondern vom Zucker, der umgewandelt zu Fett auf unseren Hüften lauert.
Der Verzehr an Zucker hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Hierbei anzumerken, die meisten low-fat Produkte werden mit Kohlenhydraten gestreckt um dann das gleiche Geschmacks- bzw. Verzehrserlebnis zu erzeugen wie bei full-fat Produkten (das weiß ich als Lebensmitteltechnologe, weil wir das bei uns - zur Zeit - auch noch nicht anders machen).

Zurück zu meinem griechischen Joghurt. Ich finde den toll. Der hat so einen cremigen Nachgeschmack - so ein wenig wie Sahne - daher auch Joghurt griechischer Art aus Sahnejoghurt. Tolle Sache.
Dann war ich einkaufen. Ich hab für knapp 30€ nur Lebensmittel in meine Tüte gepackt, die laut Glyx keinen bis maximal einen moderaten Blutzuckeranstieg verursachen und somit auch nur eine geringe bis moderate Insulinausschüttung stimulieren.
So hab ich mir vor allem Eier, Käse, Joghurt, Wurst und Gemüse gekauft. Auch eine Auswahl an Obstsorten war mit dabei.
Dann hab ich mir zum Mittag mein erstes Omlett seit menschengedenken zubereitet. Normal find ich es voll abartig, wenn  man Milch oder Mineralwasser in seine Eier schüttet um dann eine komische fluffige halbgare Masse zu erzeugen. Pfui-bäh.
Doch inspiriert von ein paar Rezepten aus LOGI (LOw Glycemic and Insulinemic Diet) Kochbüchern, hab ich mich mal rangetraut.
Also 2 Eier mit einem Esslöffel fettarme Milch (hier ist mal ein fettarmes Produkt ohne viel Technologie - aber da schmeckt man den Unterschied dann auch stark - aber ich mag die fettarme Variante sowieso lieber) und dann schön würzen. Und in die Pfanne, in der dann schon Bacon angeschwitzt wartete. Ja Bacon - das fetthaltige Schweinefleisch (hier natürlich auch nicht in rauen Massen). Das Omlett wurde bei mir auch ganz gar - also nicht dieser halbgare wabbel Zustand - gebraten und mit etwas Käse dekoriert.
Überraschung Überraschung. Es schmeckte. Das Omlett war knusprig - da gar - und richtig lecker. Könnt mir glatt noch eins machen.
Also Omlett wird jetzt öfter auf meiner Speisekarte stehen - wer braucht schon Proteinshakes, wenn man Eier hat.
Kurz notiert: Eier sind wohl für den Menschen eine besonders gute Proteinquelle, da wohl besonders gut verwehrtbar. Jeden Cholesterinängsten zum trotz (dazu kann ich ja auch mal später ein paar Zeilen posten).

Der weitere Tag war dann geprägt von etwas Obst, Salat und der schon angekündigten Schoki.
Zu Sport konnte ich mich heute an dem heißen Sommertag nicht durchringen, der auch mein letzter Urlaubstag für eine ganze Weile sein wird.

Das Experiment geht weiter.



Kurz ein Wort zu meinen Quellen - weder denk ich mir das ganze Zeug aus, noch habe ich drei Doktorarbeiten geschrieben in Medizin oder Ökotrophologie:

  • diverse Schlank-Im-Schlaf Bücher (ich hab sie alle)
  • Beat Sugar Addiction Now
  • Zuckersüchtig
  • Sugar Busters! (mein neuestes Baby, und sehr zu empfehlen)
  • diverse Glyx-Bücher
  • ernährungswissenschaftliche Grundausbildung im Zuge des Diplom Ingenieurs in Lebensmitteltechnologie

Sonntag, 10. Juli 2011

Vorabend des ersten Tages vom Rest meines Lebens

Insulin-Trennkost, Schlank-Im-Schlaf, Glyx, LOGI, oder Sugar Busters!

Die Idee erscheint unter verschiedenen Decknamen, hat aber immer das selbe Ziel: Einen gesunden Lebensstil zu entwickeln, der ein Leben lang durchzuhalten ist und neben der Silhouette auch die Gesundheit und gleichwohl Lebensqualität verbessert.

Wie ich darauf komme?
Nun gut, Fitness, Gewicht und Figur sind schon lange Thema - wohl auch zu fokussiert, wie es wohl 80% aller jungen Frauen geht.
Nun kommt zusätzlich der Gesundheitsgedanke, vielleicht als zusätzlich Obsession oder doch als Rettungsanker aus dem Schlankheits- und Fitnesswahn, hinzu.

Zum ersten Mal ist das Thema gesundheits-erhaltende bzw. gesundheits-fördernde Ernährung bei mir vor wohl knapp 4 Jahren aufgekommen.
Damals führte meine Joggingstrecke an einer Dialysepraxis vorbei. Diese Dialysepraxis hat - wohl zur Unterhaltung der Patienten - auf Erdgeschossebene riesige Schaufenster. So können die Patienten während der Behandlung aus dem Fenster schauen und dem regen Treiben auf der Straße und dem Marktplatz davor zuschauen. Und das rege Treiben draußen kann den Patienten beim blutwaschen zuschauen.
Das war ein Bild, das bei mir nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Durch einen Zufall hat ein Bekannter damals die Insulin-Trennkost nach Dr. Pape - die heute mehr unter Schlank Im Schlaf bekannt ist - ausprobiert (ein dickes Buch, dass heute im Original wohl nicht mehr verlegt wird und so die wenigen gebrauchten Exemplare immer noch teuer gehandelt werden - ich muss mich ständig als überboten auf E-bay geschlagen geben) um nicht nur ein paar Pfunde zu verlieren, die er sich damals als zum ersten Mal von Mammies Heim auf sich allein gestellt, angefuttert hatte mit Gummibären und Fast-Food, sondern darüber hinaus auch seine ständige Abgeschlagenheit und seine schlechten Blutwerte in den Griff zu bekommen. Die Idee war also nicht nur zu diäten, sondern auch eine Gesundheitsverbesserung zu erzielen.

An dieser Stelle nur ein kurzer Kommentar zum Wort Diät:
Diät ist nicht zwanglsäufig mit Hungerkur zur Gewichtsreduzierung gleichzusetzen, sonder mehr eine Ernährungsform benennt - gerade die generell US-Amerikanische Diät / Ernährungsweise ist durchaus nicht als gewichtsreduzierend einzustufen.
So gibt es die Fernöstliche Diät, die Westliche Diät, die Arabische Diät und meint so mehr die Art der Ernährung die damit allgemein gesehen in den entsprechenden Regionen traditionell vorherrscht. Doch Brigitte Diät und Co, sind zur Zeit viel stärker im Sprachgebrauch der Allgemeinheit bekannt.

Zurück zum Thema:
Nun hab ich mich damals dem Thema Insulin, Ernährung und Gesundheit ausführlicher gewidment.
So hab ich es mit der Schlank im Schlaf Methode (ohne jetzt nach Kochbuch zu kochen) geschafft mein Wunschgewicht zu erzielen.
Dieses ging mir jedoch im Zuge des Schreibens meiner Diplomarbeit doch wieder verloren (5 kg drauf). Das ging wohl einigen so, jedoch kämpf ich nun schon seit 2 Jahren damit diese Kilo wieder runter zu kriegen. 2kg haben sich schon erledigt, die anderen 3 sitzen hartnäckig als Fettdepots auf meinen Hüften.
Hinzu kommt der Stress des ersten Jobs, der mich doch stark zu den Produkte der Süßwarenherstellter getrieben hat, da zwecks Stressbewätligung immer weniger Zeit und Kraft für Sport blieb.
Nun gut, ich wollte mich ja hier mehr auch auf den Gesundheitsgedanken beziehen.

Ich mach es knapp,
Ende letzten Jahres, Anfang diesen Jahres viel ich Gesundheitsbedingt regelmäßig aus. Eine Grippe folgte der anderen und Abgeschlagenheit kam hinzu.
Auffallend - auch durch die doch recht aggressive Kritik eines Kollegen - war mein hoher Verzehr an Süßigkeiten. Kein Tag ohne Süßes am Schreibtisch. Ich hab zwar keine Pfunde (zu den immer noch auf meinen Hüften ruhenden Überschusspfunden) zugelegt - da ich doch meine Tageskalorien ganz gut im Blick hatte - aber auch keine Verloren, totzt Fitnessstudio, doch wurde richtig hibbelig ohne das ständige auf etwas Rumkauen und Rumlutschen, und war selbst mit dem Süßzeug unkonzentrierrt und angespannt.
Durch Eigenrecherche kam ich zu dem Schluss: Zuckersucht!
Dazu gibt es verschiedenste, mal mehr mal weniger radikale Literatur. Doch ein Buch, das mir erst vor kurzem in die Hände gefallen ist in einer Second-Hand Bibliothek in San Francisico, mit demTitel Sugar Busters! Cut Sugar to Trim Fat hat sofort meine Aufmerksamkeit gefunden, da es sowohl die Komponente der hoch-rafinierten Kohlenhydrathaltigen Lebensmittel als auch den Gesundheitsgedanken mit dem Background von Insulinausschüttung im Körper darlegt.
So finden sich in diesem US Bestseller Insulin-Trennkost und Glyx wieder, wobei klar der Gesundheitsgedanke im Vordergrund steht und nicht der Gewichtsverlust - welcher jedoch als quasi Sideeffect nicht zu vermeiden sei.

Gerade der Gesundheitsaspekt - denn sind wir mal ehrlich, 3 kg mehr auf den Rippen als Wunschgewicht ist wohl auf lange Sicht nicht das Drama, solange der BMI im Normalbereich liegt - reizt mich an dieser Art der Lebensumstellung. Und vielleicht schaff ich ja so auch meine Zuckersucht in den Griff zu kriegen und dem Phänomen - das wohl einige erleben - trotz Sport kein Gramm leichter zu werden Herr zu werden.

Nun will ich in diesem Blog nicht nur mein "neu" erworbenes Wissen aus Glyx, Sugar Busters! und Insulin-Trennkost teil, sonder auch meine Erfahrungen des Selbstversuchs mit euch diskutieren.
Zugegeben, ich hoffe mich auch so zu mehr Selbstdiziplin und Durchhalten zu motivieren.

Auf ein langes und gesundes Leben.